Gewünscht ist, dass die Evaluation sowohl formative als auch summative Bestandteile beinhaltet. Der Zwischenbericht soll während der aktuellen Laufzeit Beobachtungen, Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus einer Prozessbegleitung heraus ermöglichen und vorläufige Erkenntnisse zu Zielerreichung und Wirksamkeit der Maßnahmen beinhalten. Daraus etwaig resultierende Anpassungen unterstützen das interne Lernen und Tragen zur Erreichung der Programmziele bei. Der Endbericht soll sich neben der Überprüfung der Zielerreichung und Wirksamkeit der Maßnahmen auf Synergie- und Nachhaltigkeitsaspekte fokussieren.
Folgende Aufgaben sind Teil der ausgeschriebenen Leistung:
1. Evaluation der Zusammenarbeit mit den bereits an Maßnahmen teilnehmenden Trägern und Unterkünften sowie Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen
Analyse der bisherigen Zusammenarbeit mit den Trägern und Unterkünften, die an den Projektmaßnahmen teilgenommen haben. Überprüfung und Reflexion der Kom-munikation und Kooperation des Projektteams mit teilnehmenden Projektpartnern. Ziel ist es, die Effizienz und Qualität der Zusammenarbeit zu analysieren, etwaige Hemmnisse bei der Erreichung der Projektmeilensteine zu erkennen und Empfehlungen für eine effektivere, transparente und zielorientierte Projektsteuerung zu formulieren. Für die Komponenten Beratung vor Ort, Schulungen und Trainings ist eine begleitende Beobachtung bzw. Teilnahme an Projektaktivitäten gewünscht.
2. Evaluation von Prozessen zur Meilenstein- und Zielerreichung des Projekts
Dazu gehören die systematische Auswertung der durchgeführten Beratungen, Schulungen, Trainings und Workshops sowie die Erfassung ihrer Relevanz für und Wirkungen auf Fachkräfte und Strukturen. Auf dieser Grundlage werden konkrete Optimierungsbedarfe identifiziert und daraus praxisnahe Verbesserungsvorschläge abgeleitet, die sowohl Inhalte als auch Formate zukünftiger Maßnahmen stärken.
Für die Schulungen und Trainings liegen bereits Feedbackbögen von Teilnehmenden vor. Im Rahmen dieser Evaluierung ist gewünscht, dass dieses Feedback einerseits systematisch aufbereitet wird und andererseits weitere Daten erhoben werden. Für die Projektkomponente ‚Einrichtung von Schutz- und Spielräumen‘ soll untersucht werden, wie Kinder und Jugendliche die Räume annehmen und erfahren.
3. Herausarbeitung von Synergieeffekten mit weiteren Save the Children-Projekten im Fachbereich Flucht und Migration
Systematischer Vergleich der Inhalte, Zielgruppen, Strukturen und methodischen Ansätze mit weiteren Projekten im Fachbereich Flucht und Migration, um Potenziale für eine weitere Verzahnung zu identifizieren. Dabei werden Schnittstellen, gemeinsame Ziele sowie sich ergänzende Maßnahmen herausgearbeitet, die eine effizientere Nutzung von Ressourcen ermöglichen und die Wirkung der Projekte stärken können. Dies sollte sich hauptsächlich auf Dokumentenanalyse stützen und – nach Absprache – auf Befragungen der Projektverantwortlichen.
4. Empfehlungen für die Beratungsarbeit von SCDE über das Projekt hinaus
Entwicklung von praxisorientierten Empfehlungen, wie die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und erprobten Ansätze in die weitere Beratungs- und Programmarbeit von Save the Children Deutschland integriert werden können. Es sollen zukünftige Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten des Projekts oder einzelner Projektbestandteile über die derzeitige Laufzeit hinaus identifiziert werden.